Wie aber können unternehmensinterne Finanzierungsreserven kurz- bis mittelfristig losgeeist werden?
Rasch erschließbare Quellen der Innenfinanzierung finden sich vor allem im so genannten Working Capital, das sich aus Lieferforderungen und Lagerbeständen verringert um die Lieferverbindlichkeiten zusammensetzt. Der Bestand an Working Capital ist auch ein Maßstab für die Fähigkeit des Unternehmens sein Geschäft (liquiditäts-)optimiert abzuwickeln. Denn im Unterschied zum Anlagevermögen resultiert die Kapitalbindung im Working Capital nicht aus einer bewussten Investitionsentscheidung, sondern ist vielmehr Ausfluss der gelebten Unternehmensprozesse. Genau diese Prozesse stellen den Ansatzpunkt für unsere Vorgehensweise dar.
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Wie gehen wir vor?
Typischerweise umfasst unser Optimierungsprogramm folgende Schritte:
1. Schaffung von Transparenz über aktuelle Kapitalbindung und deren Ursachen
- Tiefgehende Datenanalyse
- Überprüfung Aussagekraft aktuelle Reportingsysteme
- Prozessanalyse
- …
- Darstellung von Ursache-Wirkungs-Relationen
- Verdeutlichung von Verbesserungspotenzialen
- …
- Prozessoptimierung
- Weiterentwicklung von Systemen
- Veränderung in der Organisation
- …
- Entwicklung von spezifischen Reporting-Tools,
- verstärkter Management Fokus auf Working Capital …
Was ist drin?
Erfahrungsgemäß ist situations- und unternehmensabhängig eine Reduktion des Working Capital Bestands von bis zu 20% erreichbar.
Fazit
Bei Working Capital Management handelt es sich um keine komplexe neue Managementmethode, sondern um eine kontinuierliche Überwachung und Steuerung von Geschäftsprozessen hinsichtlich Ihrer Kapitalbindungs-Effekte. Durch eine Berücksichtigung von Liquiditätszielen im gesamtunternehmerischen Zielsystem können unproduktive Working Capital Bestände abgebaut und die dadurch gewonnene Liquidität zur Finanzierung von attraktiveren Investitionen herangezogen werden.